18. Szenografie-Kolloquium der DASA

Unsere Sprecherin Lina Frubrich ist gerade in Dortmund auf der DASA unterwegs und hat uns einen kleinen Einblick gewährt:

Blick auf die gläserne Rotunde des Veranstaltungsgebäudes der DASA.

Gestern begann das 18. Szenografie-Kolloquium in der DASA in Dortmund unter dem Motto „Cross-Media. Vom Nutzen und Selbstzweck des Digitalen“. Viele spannende Impulse wurden an dem ersten Tag von den unterschiedlichen Referenten*innen gegeben. Zuerst leitete Dr. Stefan Kley (Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern) mit dem passenden Titel „Medien in Ausstellungen“ in das Thema ein und stellte die verschiedenen Möglichkeiten dar, die man beim „Ausstellungsmachen“ berücksichtigen kann, wie z. B. die Einbeziehung von Hörmedien, Geräuschkulissen, virtuellen Dokumentarfilmen, medial erweiterten Objektpräsentationen oder den medialen Rauminszenierungen. Durch Prof. Maic Masuc (Medieninformatik | Entertainment Computing, Abteilung Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen) wurde zu dem Thema „Gameful Design. Was wir von Computerspielen über die Motivation von Nutzern lernen können“ zunächst die Frage aufgeworfen „Warum spielt der Mensch?“. Die Antwort folgte schnell – um in einem geschützten Raum seine Fertigkeiten zu entwickeln, kurzum zu LERNEN. Trotz alledem soll das Spiel auch Spaß bereiten, wobei die elementaren Bestandteile 1.) Bedeutung, 2.) Meistern von Herausforderungen und 3.) Selbstwirksamkeit bei der Konzipierung Berücksichtigung finden sollten.

„Cross-Media. Vom Nutzen und Selbstzweck des Digitalen“.

Daran schloss Kay Voges, der Intendant vom Schauspiel Dortmund, an. Zeitungslesend wurde man unter seinem Motto „Enjoy Complexity“ in die Multiperspektivität eingeführt und mit dem Hinweis „Jeder erlebt alles anders“ in den restlichen Tag entlassen. Der vermeintliche Blick über den Tellerrand wurde durch die Perspektive in das Theater und Schauspiel hervorragend gegeben.

„Alles ‚fake news‘?! Wahlkampf und Machtdemonstration vor 1500 Jahren im heutigen Web 2.0“ präsentierten Christina Nitzsche und Dr. Dieter Quast vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz. Sie berichteten über ihre Kampagne mit einer Person (Chlodwig) aus dem Mittelalter und der Übertragung dieser in eine lebende Persönlichkeit unserer heutigen Zeit im Rahmen einer Ausstellung. Anschließend stellte Edwin Jacobs vom Dortmunder U, Zentrum für Kunst und Kreativität seine Ideen zu den „Schnittstellen als Spannungsfeld“ vor und plädierte für ein offenes Denken und neue Medien auch als großen Gewinn zu betrachten.

Zum Abschluss wurde von Prof. Uwe R. Brückner vom Atelier Brückner aus Stuttgart der Frage nach der hybriden Szenografie nachgegangen. Viele hervorragende internationale Projekte wurden vorgestellt, doch letztendlich kamen wir wieder zu der bekannten Aussage von Herrn Brückner „Der Besucher ist nicht leicht zu überfordern, nur leicht zu überfrachten“ – Somit wurde deutlich, dass auch hier das Maß, bzw. die Dosierung der hybriden Szenografie von hoher Bedeutung ist.

Prof. Uwe R. Brückner sprach über „Hybride Szenografie – Das Reale im Virtuellen oder wie digital darf’s denn sein?“

Heute geht es dann mit weiteren spannenden Themen und einem Szeno-Slam in der DASA weiter….

 

 

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